COVID-Impf-Ticker

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, den Abstand zur sog. Booster-Impfung drastisch zu verkürzen. Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen die 3. Dosis mRNA-Impfstoff bereits nach 4 Wochen bekommen können. Es handele sich jedoch „um eine Untergrenze, die ausdrücklich keine Empfehlung darstellt“, so das NRW-Gesundheitsministerium. [Quelle]

Heute sind in Deutschland zum ersten Mal Impfdosen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren ausgeliefert worden. Die neuen „Comirnaty“-Vials enthalten eine geringere Dosis des Vakzins und sind etwas länger haltbar, man erkennt sie besonders leicht an der orangefarbenen Kappe. Die 5–11-Jährigen bekommen ein Drittel der Erwachsenen-Dosis, der Impfstoff selbst ist identisch. [Quelle]

Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat angekündigt, kurzfristig eine Inventur der eingelagerter Corona-Impfstoffe vorzunehmen. Er wolle wissen, wo wie viel Impfstoff gelagert sei, erklärte der SPD-Politiker gegenüber der Presse. Sein Ziel sei, bis Weihnachten 30 Millionen Deutsche mit einer Booster-Impfung zu versorgen. [Quelle]

Nach Angaben der Virologin Sandra Cisek wirkt eine Zweifach-Impfung kaum noch gegen die Corona-Mutation „Omikron“. Selbst bei drei Dosen mRNA-Impfstoff sei nur noch einer von vier Geimpften vor einer Infektion geschützt. Cisek hat die Wirkung von Antikörpern untersucht; vor einem schweren Verlauf schützen u.a. die T-Zellen des Immunsystems. [Quelle]

Mehrere Impfzentren haben angekündigt, auch Kinder ab 5 Jahren zu impfen, darunter Zentren in Berlin, München, Nürnberg, Hamburg und Hannover. Die Lieferung von Kinder-Impfdosen „Comirnaty“ soll ab Mitte Dezember erfolgen. In Wien wird bereits U12 geimpft.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) meldet einen neuen Impfrekord in Arztpraxen. Demnach wurden zwischen 29.11. und 5.12. über 4 Millionen Menschen in den Praxen gegen COVID geimpft. Der weit größte Teil entfiel auf „Booster“, rund 3,4 Millionen. [Quelle]

Im Rahmen eines Berichts des ARD-Magazins „Panorma“ ist die Ständige Impfkommission (STIKO) in die Kritik gerarten. Ihr Vorsitzender Thomas Mertens gestand im Interview, dass es „wahrscheinlich günstiger gewesen, mit dem Boostern früher anzufangen“. [Quelle]

Jens Spahn hat angekündigt, weniger Impfstoff von Biontech / Pfizer auszuliefern. Stattdessen solle Moderna genutzt werden, diese Dosen verfielen sonst Anfang 2022. Ärztevertreter und Landesgesundheitsminister:innen reagierten schockiert und wütend auf die spontane Änderung. [Quelle]

„Jeder, Mann und Maus, der impfen kann, soll jetzt gefälligst impfen“, hat RKI-Chef Lothar Wieler gestern im Gespräch mit Politiker:innen gefordert. „Sonst kriegen wir diese Krise nicht in den Griff.“ Er warnte energisch vor „schlimmen Weihnachten“. Die Sterblichkeit läge derzeit bei 0,8% – bei 50.000 Neuinfektionen bedeute das täglich 400 Tote. [Quelle]

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat angekündigt, die sog. Booster-Impfungen künftig allen Volljährigen zu empfehlen. Gerade kommunale und landeseigene Impfzentren orientieren sich bislang streng an den STIKO-Maßgaben, vielfach waren jüngere Menschen dort abgewiesen werden, als sie nach der 3. Dosis gefragt hatten. [Quelle]

Mit einem rhetorisch gewagten Versuch, Ärztinnen und Ärzte für mehr Impfungen zu gewinnen, hat NRW-Gesundheitsminister Laumann für Unmut in der Ärzteschaft gesorgt. Er empfahl den Mediziner:innen: „Statt Golfplatz am Samstag Impfen am Samstag.“ Eine Impfung am Wochenende wird mit 36 Euro vergütet. [Quelle]

Der österreichische Gesundheitsminister rechnet schon in der kommenden Woche mit einer Zulassung der Corona-Impfstoffs Comirnaty für Kinder ab 5 Jahren. Die EMA analysiert seit einigen Wochen die Kinder-Studiendaten des Vakzins von Biontech / Pfizer. In den USA und Israel werden Kinder ab 5 bereits geimpft. [Quelle]

Dritte Dosis hoch effektiv: Daten aus Israel zeigen, dass eine 3-fach-Impfung mit Comirnaty (Biontech / Pfizer) den Schutz von symptomatischer Erkrankung und Krankenhausaufnahme massiv steigert. Gegenüber Menschen mit nur 2 Impfdosen sank das Risiko um rund 90%, so die Veröffentlichung in The Lancet. [Quelle]

Ab dem 11. Oktober muss jede/r für einen Corona-Schnelltest bezahlen. Die Bundesregierung hat die Finanzierung der Bürgertests eingestellt, mit dem Argument, dass sich jeder gegen Covid-19 impfen lassen kann. Wer dies aus medizinischen Gründen oder altersbedingt nicht tun kann, für den bleibt der Schnelltest gratis. Den Preis für die Tests legt jeder Anbieter selbst fest. [Quelle]

STIKO empfiehlt Auffrischungsimpfungen für über 70-Jährige: Die STIKO verwies zur Begründung darauf, dass der Impfschutz nach einer zweimaligen Grundimmunisierung mit der Zeit nachlasse. Im höheren Alter falle die Immunantwort nach der Impfung zudem insgesamt geringer aus. [Quelle]

BioNTech und Pfizer wollen angesichts positiver Studienergebnisse eine Zulassung ihres Covid-19-Impfstoffs zum Einsatz bei Kindern schnellstmöglich beantragen. Gesundheitsminister Spahn rechnet für Anfang 2022 mit einer Zulassung. [Quelle]

Die STIKO aktualisiert ihre COVID-19-Impfempfehlung und spricht nunmehr eine Impfempfehlung für alle 12- bis 17-Jährigen aus. Die Entscheidung basiert auf der Grundlage neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen. [Quelle]

Betriebsärzt:innen fordern mehr Honorar: Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin weist darauf hin, dass auch für die reine Impfberatung ohne anschließende Impfung wie bei Vertrags- und Privatärzten ein Honorar gezahlt werden müsse. [Quelle]

Ende April wurde bekannt, dass eine Mitarbeiterin des niedersächsischen Impfzentrums Roffhausen mehrere Spritzen statt mit dem Biontech-Impfstoff mit wirkungsloser Kochsalzlösung gefüllt hat. Jetzt vermutet die Polizei, dass potenziell über 8.000 Menschen betroffen sein könnten. [Quelle]

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. Das Präparat von Moderna „Spikevax“ wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. [Quelle]