COVID-Impf-Ticker

Johnson & Johnson hat neue Studiendaten zu seinem COVID19-Impfstoff zu veröffentlicht. Auf Basis von Untersuchungen in Südafrika, den USA und Lateinamerika läge die Wirksamkeit bei „66%“. Problematisch scheint vor allem die südafrikanische Mutation. Der Impfstoff muss nicht gekühlt werden, es genügt eine Dosis. Deutschland könnte im 2. Quartal 10 Millionen Dosen bekommen. [Quelle]

Impfgipfel: Bei einem Krisengespräch mit Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag sollen Pharmavertreter Vorschläge machen, wie die Produktion des Corona-Impfstoffs vorangebracht werden kann. Dabei soll auch über die Möglichkeit gesprochen werden, im Inland vorhandene Produktionskapazität zu rekrutieren. [Quelle]

Noch ist der Impfstoff von AstraZeneca nicht in der EU zugelassen, man rechnet jedoch innerhalb der nächsten Tage mit einem positiven Votum der EMA. Dennoch gibt es bereits Ärger: Einige Medien hatten berichtet, das britische Vakzin erreiche bei Senioren nur einen schwachen Schutz vor COVID-19. Dies hat der Hersteller nun dementiert. [Quelle]

Frust in NRW: Anders als andere Bundesländer hat Nordrhein-Westfalen bislang kaum Klinik-Personal geimpft, zudem wurde der Start in den Impfzentren auf 8.2. verschoben – und heute brachen die Server für die Terminvergabe zusammen. Viele Impfwillige aus „Priorität 1“ konnten keinen Termin vereinbaren, dennoch meldet die KV, dass bereits alle Termine bis Ende März vergeben seien. [Quelle]

Der Impfstoffhersteller Moderna zeigt sich optimistisch: Sein mRNA-Impfstoff sei auch bei Corona -Varianten wirksam. Man habe eine volle Wirksamkeit für B.1.1.7 (GB) festgestellt, deutlich reduziert sei der Antikörper-Schutz bei der Südafrika-Variante, man gehe aber „von Schutz aus“. Moderna beginnt nun die Forschung an einer „Booster“-Impfung, um Varianten besser zu begegnen. [Quelle]

Das Robert-Koch-Institut hat heute eine Faktenblatt zur COVID-19-Impfung veröffentlicht (PDF in der Quelle). „Die vorliegende Darstellung soll Ärztinnen und Ärzten als Kurzinformation zur COVID-19-Impfung dienen und im Gespräch mit PatientInnen oder Sorgeberechtigten unterstützen.“ [Quelle]

Da es akut einen Engpass bei der Belieferung mit dem Impfstoff von Biontech / Pfizer gibt, verschiebt Nordrhein-Westfalen Impftermine: Die Impfzentren starten mit einer Woche Verspätung (am 8. Februar), auch in Kliniken werden vorerst keine neuen Impfungen angeboten. Vorhandener Impfstoff werde für den 2. Termin bereits Geimpfter verwendet. [Quelle]

Knapp eine Woche nach dem Start der 13 Impfzentren in Sachsen am 11. Januar können vorerst keine neuen Impftermine mehr vergeben werden. Das teilte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen, Kai Kranich, mit. Der angekündigte Lieferengpass des Impfstoff-Herstellers Biontech-Pfizer sei Schuld daran, erklärte er. [Quelle]

Impf-Pilotprojekt: In Lastrup (Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen) werden heute Senioren jenseits der 80 Jahre, die nicht in Heimen leben, gegen Corona geimpft. Dafür wird ein „mobiles Impfzentrum“ genutzt. Ziel sei ein möglichst unbürokratischer Ablauf, zudem wolle man den Betroffenen lange Wege zum Impfzentrum ersparen. [Quelle]

Die Menge der Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus, die sich Deutschland gesichert hat, liegt derzeit bei rund 410 Millionen Impfdosen. Darin sind auch die noch nicht zugelassenen Impfstoffe enthalten. 55 Millionen Dosen hat die Regierung auf eigene Rechnung und nicht über das EU-Programm ESI (Emergency Support Instrument) bestellt. [Quelle]

Seit heute sind auch in Thüringen erste Impfzentren geöffnet: Zunächst 14 von bisher 29 geplanten Stellen haben am frühen Nachmittag erste Patienten empfangen. Bisher waren in Thüringen nur mobile Impfteams unterwegs. Sie impften Personal in Kliniken und Pflegeheimen. [Quelle]

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen und die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe haben einen Vertrag abgeschlossen, in dem sie u.a. festlegen, dass die Tätigkeit von Honorarärztinnen und -ärzten in Impfzentren kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis darstellen. [Quelle]

Zu wenig Impfdosen, Probleme bei der Terminvergabe, lange Wartezeiten: Gut zwei Wochen nach dem Impfstart ruckelt es noch immer. Woran es liegt – und wie Bundesländer darauf reagieren. Fünf Beispiele aus Thüringen, Hamburg, Saarland, Bayern und NRW. [Quelle]

In den Corona-Impfzentren Mecklenburg-Vorpommerns sollen heute die Corona-Schutzimpfungen beginnen. Da der Impfstoff nur in geringen Mengen vorhanden ist, fällt der Start allerdings verhalten aus. [Quelle]

Die Europäische Union legt nach und kauft 300 Millionen zusätzliche Dosen des COVID-Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Die ursprünglich bestellte Menge von „BNT162b2“ wurde damit verdoppelt. [Quelle]

Emer Cook, Direktorin der Europ. Arzneimittelagentur EMA, erwartet in der kommenden Woche neue Daten zum COVID19-Impfstoff von AstraZeneca. Eine Zulassung sei Ende Januar denkbar. Man arbeite so schnell wie möglich, es gehe aber um Sicherheit, Qualität und Effizienz. [Quelle]

Studie: Impfstoff auch bei Mutation wirksam. Die Universität Texas und das Pharma-Unternehmen Pfizer – Partner von Biontech – haben bei 20 Geimpften Antikörper abgenommen, um zu überprüfen, ob ihr Impfstoff auch bei den Mutationen wirkt, die aus Großbritannien und Südafrika bekannt sind. Die Wirksamkeit liege „wahrscheinlich ebenfalls bei 95%“. [Quelle]

In Rheinland-Pfalz haben alle 31 Impfzentren heute ihre Arbeit begonnen. Es seien bereits 100.000 Termine vergeben worden. Innerhalb der nächsten fünf Wochen sollen 120.000 Menschen die erste Dosis des Vakzins erhalten, so das Landesgesundheitsministerium. [Quelle]

Mit Curevac arbeitet ein weiteres deutsches Unternehmen an einem Corona-Impfstoff, derzeit läuft Phase III der Studien. Nun schließt sich das Tübinger Unternehmen für den Impfstoff mit Bayer zusammen. Dabei geht es u.a. um die weltweite Vermarktung. Ob Bayer auch die Produktion unterstützen wird, bleibt derzeit offen. [Quelle]

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, den Corona-Impfstoff von Moderna zuzulassen. In über 90% der Fälle könne er COVID-19-Erkrankungen verhindern, die Nebenwirkungen seien meist moderat und würden schnell abklingen. Dass die EU-Kommission das Moderna-Vakzine zulässt, gilt damit als sicher. [Quelle]