FAQ

Ganz einfach. Sie übermitteln uns Ihren konkreten Bedarf an Fachkräften einschließlich der notwendigen fachlichen Qualifikationen, Einsatzzeiträume, Konditionen und geben uns Bescheid, ob Sie diese als Honorarkräfte vermittelt bekommen möchten, sie in Arbeitnehmerüberlassung von uns entleihen oder in Kurzzeitanstellung selbst anstellen möchten.

Wir gleichen Ihren Personalbedarf mit den in unserer Datenbank registrierten Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden, Rettungsfachkräften sowie medizinischen und therapeutischen Fachpersonen ab und schlagen Ihnen passende Kandidaten vor. Sie wählen geeignete Fachkräfte für Ihren Bedarf aus.

Kosten fallen erst bei erfolgreicher Vermittlung an. Für die Vermittlung und Entleihung einer medizinischen Fachkraft vereinbaren wir mit Ihnen in der Regel einen Entleihsatz pro Stunde, der je nach Qualifikation der vermittelten Person in der Höhe variiert. Für die Vermittlung in Kurzzeitanstellung berechnen wir eine Tagespauschale, für die Vermittlung einer Honorarkraft innerhalb der bestehenden gesetzlichen Regelungen eine Provision. Eine Provisionstabelle senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Nein, wir sind Spezialisten zur Vermittlung medizinischer Fachkräfte. Die Betreiber von Impfzentren, also zum Beispiel Verwaltungen oder Hilfsorganisationen, treten an uns heran, um offene Stellen in ihren Impfzentren zu besetzen.

Unsere Vermittlungen erfolgen auf Basis eines digitalen „Matching-Systems“ – wir lassen uns von der Technik dabei unterstützen, Stellenangebote für Impfzentren und Fachkräfte zusammenzubringen. Da wir so viele offene Stellen haben, klappt das nicht ohne Ihre Registrierung.

Zur Registrierung genügen wenige persönliche Daten, die Registrierung ist kostenlos und unverbindlich, natürlich behandeln wir Ihre Informationen vertraulich (mehr zu unseren Datenschutzbestimmungen)

Für einen Einsatz benötigen wir ein paar Informationen mehr: Ihre Bestandsdaten (z.B. Name, Adresse, Lebenslauf), Ihre Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Telefonnummer) sowie Ihre Legitimationsdaten (z.B. Ausweis, Approbation, Facharzturkunde).

Wenn Sie bereits registriert sind, wählen Sie im internen Bereich unserer Homepage (Login-Bereich) unter ‚Profil‘ einfach die neue Einsatzart ‚Impfzentrum‘, um keine Ausschreibung zu verpassen. Sofern Sie dort ‚alle Einsatzarten‘ ausgewählt haben, müssen Sie gar nichts weiter tun. In dem Fall werden Ihnen automatisch auch alle passenden Einsätze in Impfzentren angeboten. 

Die Angebote für Stellen in Impfzentren erhalten Sie auf Basis der Daten, die Sie im internen Bereich (Login-Bereich) hinterlegt haben. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre Angaben vollständig sind und von Ihnen regelmäßig aktualisiert werden.

Unser System gleicht die Anforderungen der Impfzentren mit den Informationen ab, die Sie als Fachkräfte bei uns hinterlegt haben. Wenn das Stellenangebot im Impfzentrum zu Ihren Wünschen und Ihrer Qualifikation passt, bekommen Sie die Vertretungsangebote automatisch per E-Mail zugeschickt oder können diese im Login-Bereich einsehen.

Ganz einfach: Sie klicken auf den Link im Stellenangebot, das wir Ihnen per E-Mail geschickt haben. Alternativ können Sie uns auch anrufen und uns die sechsstellige Angebotsnummer nennen. Bitte reagieren Sie nur, wenn Sie sich für ein bestimmtes Angebot im Impfzentrum interessieren. Es ist nicht nötig, auf die Angebots-Mail mit einer Absage zu antworten.

Nachdem Sie Ihr Interesse bekundet haben, schlagen wir Sie dem Impfzentrum für diese Stelle vor. Dazu stellen wir dem Träger des Impfzentrums Ihren Lebenslauf zur Verfügung.

Für den Fall, dass sich mehrere Fachkräfte auf den Einsatz bewerben, schlagen wir alle in Frage kommenden Personen vor. Eventuell wird vor einer Entscheidung auch ein direkter Kontakt mit Ihnen gewünscht, zum Beispiel durch ein Telefonat.

Der Betreiber des Impfzentrums gibt uns dann Bescheid, für welche Fachkraft er sich entscheidet. Die wichtigsten beiden Kriterien bei einer Stellenausschreibung sind Ihre fachliche Eignung und Ihre zeitliche Verfügbarkeit für die Arbeit im Impfzentrum. Das heißt: Wenn Sie einen ausgeschriebenen Zeitraum komplett abdecken können und fachlich passen, sind Ihre Chancen am größten.

Nach der Entscheidung des Betreibers setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung, um Ihr endgültiges Okay einzuholen. Diese (meist telefonische) Zusage ist für uns ausschlaggebend und verbindlich, es entsteht ein mündlicher Vertrag.

Danach erhalten Sie Ihren Vertrag – bei Arbeitnehmerüberlassung oder Honorartätigkeit von uns, bei Kurzzeitanstellung vom Betreiber des Impfzentrums – den Sie bitte unterschrieben zurücksenden. Damit ist die Vermittlung abgeschlossen.

Wir stellen Ihnen bei Vertragsabschluss die Adresse des Impfzentrums und die genauen Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners zur Verfügung. Für die detaillierten Absprachen setzen Sie sich bitte direkt mit dem Betreiber des Impfzentrums in Verbindung.

Vor Beginn Ihres Einsatzes müssen Sie der Leitung des jeweiligen Impfzentrums einen Nachweis vorlegen, dass bei Ihnen ein ausreichender Impfschutz gegen Masern besteht. Ausgenommen von der Masern-Impfpflicht sind Personen, die 1970 oder früher geboren wurden. Ob Sie darüber hinaus weitere Unterlagen vorlegen müssen, klären Sie bitte vorab ebenfalls mit dem Betreiber.

In der Regel erhalten Sie für eine Tätigkeit im Impfzentrum keine Fahrtkostenerstattung. Dies ist unabhängig vom Modell (Honorar, Arbeitnehmerüberlassung, direkte Anstellung). Sie können diese Kosten aber in der Regel steuerlich geltend machen. Sprechen Sie hierzu Ihren Steuerberater an.

Sollte der Weg zum Impfzentrum zu weit sein, um an Ihren Wohnort zurückzukehren, werden wir uns darum kümmern, dass Ihnen eine ruhige Unterkunft mit eigenem Bad gestellt wird.

Falls ein Auftraggeber keine Unterkunft zur Verfügung stellt, weisen wir Sie darauf hin. Bitte kalkulieren Sie Ihren Stundensatz dann dementsprechend.

Bitte benachrichtigen Sie uns und den Betreiber des Impfzentrums umgehend. Wir werden uns bemühen, eine Vertretung für Sie zu finden.

Je nach geltenden Standards vor Ort müssen Sie bei Kurzzeitanstellungen unter Umständen ab dem ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

Bei Arbeitnehmerüberlassung und Kurzzeitanstellungen gilt die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (gem. Gesetz).

Bei nicht sozialversicherungspflichtiger Honorartätigkeit tragen Sie das Risiko für den Verdienstausfall selbst und sind daher auch selbst für die Absicherung verantwortlich, z.B. durch eine Krankentagegeldversicherung.

Bei Verhinderung ist die erste Regel, uns und den Betreiber des Impfzentrums schnellstmöglich zu informieren. Sollten Sie aus wichtigem Grund verhindert sein, ist die Angelegenheit damit für Sie erledigt. Unter „Verhinderung aus wichtigem Grund“ versteht man, wenn der Vertrag, z.B. wegen Krankheit der eigenen Person oder Krankheit/Tod eines Familienangehörigen oder durch höhere Gewalt nicht erfüllt werden kann.

Können Sie keinen wichtigen Grund vorweisen, behalten wir uns bei Honorartätigkeiten die Durchsetzung einer Vertragsstrafe vor, bei Arbeitnehmerüberlassung das Durchsetzen unseres Anspruchs auf entgangenen Gewinn. 

Da wir als Vermittler auf ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit aller Vertragspartner angewiesen sind, können wir Vertretungskräften, die zweimal Vertretungen absagen, keine Vertretungsangebote mehr unterbreiten.

Bei nicht sozialversicherungspflichtigen Einsätzen auf Honorarbasis ist es üblich, dass sich Freiberufler selbst gegen Haftpflichtschäden versichern.

In manchen Bundesländern ist die Corona-Impfung eine hoheitliche Aufgabe und somit über die Staatshaftung abgedeckt. Diese gilt in der Regel aber nicht für Fälle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Andere Impfzentren bzw. Kassenärztliche Vereinigungen haben hingegen umfassendere Zusicherungen hinsichtlich der abgesicherten Verschuldensmaßstäbe abgegeben. So steht es in einem FAQ des Marburger Bunds (siehe  Frage 4), der dazu rät, im Einzelfall eine schriftliche Bestätigung über die jeweilige Absicherung beim Impfzentrum einzuholen, und insbesondere auch die abgesicherten Verschuldensmaßstäbe zu klären.

Wenn Sie sich von der Hire a Doctor Group in ein Impfzentrum oder ein mobiles Impfteam vermitteln lassen, sind Sie für die Dauer ihrer Tätigkeit über unsere subsidiäre Berufs-Haftpflichtversicherung abgesichert. Das bedeutet, dass in den Fällen, in denen über den Auftraggeber kein Versicherungsschutz besteht, bzw. Sie keinen Haftpflichtversicherungsschutz mitbringen, die Hire a Doctor Group in Fällen von einfacher und grober Fahrlässigkeit ausreichenden Versicherungsschutz zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu Versicherungen anderer Anbieter benötigen Sie dazu keine eigene Basis- oder Restrisikoabdeckung.

Werden Sie in Arbeitnehmerüberlassung tätig, sind Sie, wie alle anderen sozialversicherungspflichtigen Angestellten des Auftraggebers auch, in die Haftpflichtversicherung Ihres Einsatzortes eingebunden.

Sind Sie sozialversicherungspflichtig im Rahmen einer Kurzzeitanstellung am Einsatzort beschäftigt, haben Sie keinen zusätzlichen subsidiären Haftpflichtschutz über die Hire a Doctor Group.

Der Deutsche Bundestag hat am 28. Januar 2021 eine Regelung verabschiedet, wonach Ärzte:innen von der Sozialversicherung befreit sind, wenn sie in Impfzentren / -teams im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung arbeiten. Das heißt, Sie können auf Honorarbasis tätig werden.

Begründet wurde dies mit dem überragendem Interesse der Allgemeinheit an der schnellen Impfung weiter Teile der Bevölkerung. Man wolle das Engagement von Ärzt:innen erleichtern, heißt es in der Beschlussempfehlung (siehe Seite 93). 

Die Regelung tritt rückwirkend zum 15.12.2020 in Kraft und läuft vorerst bis 31.12.2021. Akut gilt das Gesetz noch nicht, die Publikation im Bundesgesetzblatt folgt voraussichtlich Mitte / Ende Februar.

Für andere medizinische Fachkräfte greift diese Regelung nicht. Laut Gesetzgeber gingen MFA, Pflegekräfte, Rettungskräfte, … typischerweise bereits einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, der soziale Schutz habe für sie eine größere Bedeutung als für Ärztinnen und Ärzte.

Solange das Gesetz noch nicht Kraft getreten ist, besteht theoretisch die Gefahr, dass Sie als selbstständiger Honorararzt bei Vorliegen einer Scheinselbstständigkeit nachträglich sozialversicherungspflichtig werden.

Fragen Sie deshalb bei der Kassenärztlichen Vereinigung des Bundeslandes, in dem Sie eingesetzt werden, nach, ob sie eine Regelung dafür getroffen hat. Im Zweifelsfall beantragen Sie ein Status­feststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung.

Wenn Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, werden Ihre gesetzlichen Anteile wie bei jeder Festanstellung direkt von Ihrem Gehalt abgezogen. Über Ihre Berufsgenossenschaft oder die Ihres Arbeitgebers sind Sie unfallversichert. Freiberufliche Vertretungskräfte müssen sich normalerweise komplett selbst versichern.

Der Deutsche Bundestag hat jedoch am 28. Januar 2021 beschlossen, dass der gesetzliche Unfallversicherungsschutz für Ärzt:innen, die in offiziellen Corona-Impfzentren / -teams arbeiten, in einem speziellen Versicherungstatbestand geregelt wird.

In der Beschlussvorlage (siehe Seite 94) heißt es: 

Zuständig ist der Unfallversicherungsträger des Betreibers des jeweiligen Impfzentrums, für den die Ärztin oder der Arzt tätig wird. Diese Träger sind auch für alle nach der neuen Vorschrift Versicherten beitragspflichtig.

Die gesetzliche Regelung dient der Absicherung des Engagements von Ärzt:innen, die im Interesse des Allgemeinwohls und zum Schutz von Leben und Gesundheit in der aktuellen, durch das Coronavirus SARS CoV-2 verursachten pandemischen Lage in Impfzentren oder einem mobilen Impfteam tätig werden.

Derzeit ist das Gesetz noch nicht in Kraft getreten. Die Publikation im Bundesgesetzblatt dürfte Mitte / Ende Februar erfolgen.

Grundsätzlich gibt es drei Beschäftigungsarten: Arbeitnehmerüberlassung, Kurzzeitanstellung oder Honorartätigkeit.

Wenn Sie in Arbeitnehmerüberlassung arbeiten, sind Sie direkt bei uns sozialversicherungspflichtig angestellt. Je nach Bedarf stellen wir Sie projektbezogen, das heißt für einen befristeten Zeitraum, oder unbefristet bei uns an. Die Einsätze in Impfzentren werden projektbezogen laufen, eine unbefristete Weiterbeschäftigung nach Abschluss der Impfphase ist aber grundsätzlich möglich. Sowohl Teilzeitarbeit als auch Minijobs sind im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung ebenfalls möglich. Wenn Sie bereits unbefristet bei uns angestellt sind, können Sie im Rahmen Ihres Vertrages ebenfalls Einsätze in Impfzentren übernehmen.

Wenn Sie in Kurzzeitanstellung arbeiten, sind Sie direkt beim Träger des Impfzentrums sozialversicherungspflichtig angestellt. In dem Fall vermitteln wir sie an den Träger und dieser stellt sie kurzzeitig, also zeitlich befristet, bei sich an.

Eine freiberufliche Honorartätigkeit von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften ist seit den Grundsatzurteilen des Bundessozialgerichts vom Juli 2019 nicht mehr möglich. Bestehende gesetzliche Ausnahmeregelungen gibt es nur für Notärzte.

Derzeit wird diskutiert, ob es auch für die freiberufliche Tätigkeit von Ärzten in Impfzentren und mobilen Impfteams eine gesetzliche Ausnahmeregelung geben wird. Dies geht aus einem FAQ des Marburger Bunds hervor (Frage 3). 

Ob es darüber hinaus auch gesetzliche Ausnahmeregelungen für eine freiberufliche Tätigkeit für Pflege- und Rettungskräfte in Impfzentren oder mobilen Impfteams geben wird, ist noch nicht abzusehen.